Alte Schule
Zum Erftufer


Nach 1840

1-geschossiges, völlig verputztes Gebäude mit Krüppelwalmdach und auffällig breiten Giebelseiten; 4-seitig verputzt, Sockel in unterschiedlicher Höhe abgesetzt, Traufseite durch ein großes, mittiges Zwerchhaus betont; traufseitig 5 hochrechteckige Öffnungen mit Putzrahmen, Fenster mit Sohlbänken, Eingang in der Mittelachse; freiliegende Giebelseite mit gleichmäßig aufgereihten, neu eingebrochenen hochrechteckigen Fenstern, eine Reihe Zuganker; an der zur Straße Am Gottesacker gewandten Giebelseite schließt seitlich ein traufständiges, verputztes Wirtschaftsgebäude an, daran ein Backsteintrakt mit Treppengiebel von um 1930 (ehemaliges Kino).

Bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen, besonders architektur- und ortsgeschichtlichen Gründen.

Hofanlage
Fieseler Str.

Anfang 20. Jh.;

Vierkanthof aus Backstein, Wohnhaus traufständig zur Straße an einer Seite des Gevierts liegend, seitlich anschließender Wirtschaftstrakt, darin die korbbogige Einfahrt; Wohnteil 1-geschossig, 5-achsig, überdimensionales Zwerchhaus über mittleren 3 Achsen mit Schweifgiebel und stehendem Ovalfenster; Mitteleingang mit Oberlicht, weit eingezogen, beidseitig 2 stichbogige Fensteröffnungen mit Werksteinsohlbänken, Sockel abgesetzt, mit links vom Eingang freiliegendem Kellerfenster; Absetzungen in gelbem Ziegelmaterial, oberhalb der Stürze, abgeschlossen durch Blendrahmen mit Rechteckquerschnitt, am Drempelgesims, an der reich gestuften Traufzone und am Giebel; rechtwinklig an die Durchfahrt schließt ein Backsteinwirtschaftsgebäude giebelständig zur Straße an, auffällig gestaltet durch einen weit heruntergezogenen Treppenfries; weitere Backsteinwirtschaftsgebäude ergänzen das Wohnhaus zum Vierkanthof, an dem parallel zum Wohnhaus liegenden Trakt moderne Ergänzungen.

Bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen, besonders architektur- und ortsgeschichtlichen sowie hauskundlichen Gründen.

Hofanlage
Zum Erftufer

1908 inschriftlich datiert;

Backsteinhofanlage, Wohnhaus mit integriertem Wirtschaftsteil, traufständig zur Straße, eine Seite des Gevierts einnehmend; Wohnteil 4-achsig mit jeweils 2 paarweise angeordneten Fensterachsen, alle Öffnungen stichbogig, im OG deutlich kleiner als im EG (evtl. Überformung eines älteren Gebäudes), abgesetzter, verputzter Sockel, beidseitig Gebäudeenden durch Lisenen abgegrenzt; Gliederung durch gelbes Ziegelmaterial im Bereich der Fensterstürze, der Sohlbände und der gestuften Traufzone mit Zahnschnitt; die abschließenden Lisenen sind ebenfalls durch gelbe Ziegel abgesetzt; anschließend Wirtschaftstrakt mit großer, korbbogiger Durchfahrt, über dieser als Ziegelrelief die inschriftliche Datierung; anschließende Lisenen aus einfachem Ziegelmaterial, daran 3-achsiger Trakt, dessen ehemals vorhandener, stichbogiger Eingang heute zugesetzt ist, ebenso die 1-seitig zugeordneten, stichbogigen Fenster; Backsteinwirtschaftsgebäude schließen an der Rückseite 2-flügelig an, die Durchfahrt mit kleinerer Tür erschließt zugleich den Eingang ins Wohnhaus.

Bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen, besonders architektur- und ortsgeschichtlichen sowie hauskundlichen Gründen.

Hofanlage Stamshof
Grevenbroicher Str.

1777 inschriftlich datiert;

Ehemaliger Rittersitz, 1577 von der Familie von Stam an die von Lülsdorf, 1726 an die Abtei Altenberg; großes, repräsentatives, 5-flügeliges Anwesen mit 2 Erweiterungstrakten an der Südostseite; Wohnhaus 2-geschossig, verputzt, in Ecklage; Hauptfassade ursprünglich an der Grevenbroicher Straße, der hier befindliche, leicht außermittige, rundbogige Eingang mit Werksteingewände wurde zugesetzt und zu einem Fenster verkleinert; die in 3 Achsen angeordneten Fenster an dieser Traufseite mit gefalzten Werksteingewänden und schwach angedeuteten Sohlbänken; zwischen den Geschossen hier die Datierung in Ankerzahlen; der zu einer platzartigen Erweiterung der Grevenbroicher Straße weisende, durch 3 Achsen symmetrisch gegliederte Giebel hat eine seitlich anschließende Hofmauer mit korbbogiger Durchfahrt, in deren Sturz sich eine Wappenkartusche mit dem Wappen des Altenberger Abtes Franziskus Cramer befindet; Giebelfenster denen der Traufseite entsprechend, die 3-achsige, zum Hof gewandte, rückwärtige Traufseite mit neueren Rauhputz, Fenster deutlich einfacher, Eingang mit quergeteilten barocken Türblatt; Backsteinwirtschaftsgebäude unterschiedlicher Höhe ergänzen das Wohnhaus zu einem großen landw. Anwesen, eine weitere Durchfahrt befindet sich an der Südostseite.

Bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen, besonders architektur- und ortsgeschichtlichen sowie siedlungsgeschichtlichen Gründen.

Holzkreuz
Frankenstr.

In der Frankenstraße in Glesch befindet sich ein Holzkreuz mit den Leidenssymbolen. Das Eichenholzkreuz hat die Maße Höhe 335 cm, Breite 165 cm, Tiefe 13,5 cm und stammt aus dem Jahre 1804.

Die Tradition der Holzkreuze ist in der hiesigen Region nur in wenigen seltenen Fällen noch erhalten geblieben. Die Aufstellung von haltbareren Steinkreuzen wurde spätestens seit dem 18. Jahrhundert bevorzugt vorgenommen. Dies unterstreicht die besondere Bedeutung dieses Kreuzes für das Bergheimer Gebiet, insbesondere auch für den Ortsteil Glesch.

Die Erhaltung liegt aus wissenschaftlichen, insbesondere ortsgeschichtlichen und volkskundlichen Gründen im öffentlichen Interesse.

Kath. Pfarrkirche St. Cosmas u. Damian
Zum Gottesacker

Kath. Pfarrkirche St. Kosmas und Damian incl. historischer Ausstattung

Die Kirche war Filiale von Paffendorf, seit 1808 Rektorat, seit 1837 selbständige Pfarre; das Patrozinium verweist auf Abhängigkeit zum Stift Essen; ein spätgotischer Bau von 1493 wurde 1553 um Seitenschiff erweitert und erhielt Ende des 19. Jahrhundert Querschiff und Chor; 3-schiffige Hallenkirche aus Backstein mit regelmäßig angeordneten Tuffbändern, eingestelltem, 4-seitigem, 3-geschossigen Westturm mit 8-seitiger Haube, gerade geschlossenem, kaum aus der Flucht der Seitenschiffe herausragendem Querhaus, höher als der Hallenraum, ebenso der 3-teilige Chor mit Fünfachtelschluss; Turm des 16. Jh. mit Westportal und darüber liegendem, 2-bahnigen Maßwerkfenster; an der Nordseite Treppenturm; die beiden OG an drei Seiten mit 3-bahnigen Maßwerkblenden, am oberen Abschluss spitzbogige Klangfenster; Seitenschiffe mit 3 abgewalmten Querdächern, gliedernden Strebepfeilern, 2-bahnigen Fenstern, rechteckiger Eingang an der Südseite; die Teile des späten 19. Jh. in den Formen angeglichen, höher, Dachreiter über der Vierung; älterer Teil im Inneren kreuzrippengewölbt, Scheidbögen auf Rundpfeilern, Gewölbeansätze auf Konsolen; neuerer Teil angeglichen, Turmhalle zur Halle 3-fach spitzbogig geöffnet.

Kirchhof der kath. Kirche St.Cosmas u. Damian
Heinemannstr.

Auf dem Kirchhof befindet sich eine liegende Grabplatte (17. Jh. ?); Sandsteinkreuz, 1593 inschriftlich datiert; Sandsteinkreuz, 1651 inschriftlich datiert; Sandsteinkreuz, 1679 inschriftlich datiert, mit geschweiften Balkenenden und reliefierter Kreuzigungsszene; Sandsteinkreuz, 1623 inschriftlich datiert; Sandsteinkreuz mit verwitterter Inschrift, wahrscheinlich 17. Jh.; Basaltkreuz, 1498 inschriftlich datiert; an der Südseite der Kirche Reste eines Grabmales erhalten, ein aus verschiedenen Teilen zusammengesetzter Sockel, darauf vollplastische Figur eines kreuztragenden Ordensbruders, etwa 1,2 m hoch. Auf dem Kirchhof Grabsteine: Sandsteingrabstein mit geschweiften Balkenenden 16(84 ?); Sandsteingrabstein mit geschweiften Balkenenden 1673; Sandsteingrabstein mit geschweiften Balkenenden und der reliefierten Darstellung der Schmerzensreichen Muttergottes 1717; einfaches Sandsteinvolutenkreuz 16. Jh.; Sandsteinvolutenkreuz stark verwittert, Inschrift nicht mehr vorhanden, wahrscheinlich 17. Jh.; stark verwittertes Sandsteinkreuz ohne Inschrift, Sandsteinkreuz mit Maßwerk in den Zwickeln der Balken, inschriftliche Datierung 1617 ?; Volutenkreuz 1622 inschriftlich datiert, Sandstein; einfaches Sandsteinkreuz mit verwitterter Inschrift; Volutenkreuz, Sandstein, Inschrift unleserlich; Missionskreuz am südlichen Ende des Querschiffes, einfaches, verdachtes Holzkreuz mit Metallkorpus, darunter: „Heilige Mission 1959“;

Bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen, besonders architektur- und ortsgeschichtlichen Gründen.

Die Sandsteinkreuze wurden im Jahre 2006 restauriert und an der Kirchenwand neu aufgestellt.

Landwirtschaftliches Anwesen
Fieseler Str.

Ende 19. Jh.;

1-geschossiges, traufständig zur Straße liegendes Backsteinwohnhaus, 1-seitig an das repräsentative Anwesen Nr. 18 anschließend, an der anderen Seite mit niederem Fachwerkwirtschaftstrakt, darin die breitrechteckige Einfahrt, die zugleich auch den Eingang ins Wohnhaus erschließt; an der straßenseitigen Traufseite 3 stichbogige Fenster mit durch gelbes Ziegelmaterial betonten Stürzen und Sohlbänken; aufwendig gestaltete Traufzone; evtl. besteht ein Zusammenhang mit dem großen Hof Fieseler Straße 18.

Bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen, besonders architektur- und ortsgeschichtlichen sowie hauskundlichen Gründen.

Pfarrhaus
Heinemannstr. 20

Ende des 19. Jh.;

2-geschossiges Backsteingebäude, aus der Flucht weit zurückliegend, Vorgarten durch Backsteinmauer umfriedet; beide Traufseiten 5-achsig, eine Giebelseite mit Scheinfenstern; Schaufassade mit betonter Gebäudemitte, durch flachen, in rötlichem Ziegelmaterial ausgeführten Mittelrisalit, darin im Erdgeschoss der stichbogige Eingang mit Oberlicht und einem spitzbogigem Mauerfeld oberhalb des Sturzes; die Fenster mit durch Formziegel profilierten Gewänden aus gelbem Zegelmaterial, aus dem gleichen Material sind auch die Stürze mit abschließenden Blendrahmen gemauert; Ecklisenen ebenso wie der Mittelrisalit aus roten Ziegeln, desgleichen die gestufte Traufzone mit weit heruntergezogenen Zahnschnitt; Sockel abgesetzt, beidseitig des Einganges freiliegende Kellerfenster, Giebelseiten mit gestuften Treppenfriesen; Rückseite deutlich einfacher durch einheitliches Ziegelmaterial, Mittelbetonung hier durch einen kräftigen, übergiebelten Risalit mit stichbogigem Eingang im Erdgeschoss; Fenster einfach eingeschnitten, Werksteinsohlbänke, Blendrahmen; 1-seitig schließt ein flachgedecktes, 1-geschossiges neues Gebäude an.

Bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen, besonders architektur- und ortsgeschichtlichen Gründen.

Wasserwerk
An der Elsdorfer Fließ

Um 1910;

Wasserwerk mit integriertem Wohnhaus, Gebäudegruppe mit unterschiedlich hohen, walmdachgedeckten Trakten, bekrönt von einem turmartigen, 4-seitigen Gebäudeteil mit 4-seitiger, ausschwingender Haube: rückwärtig flachgedeckter Anbau, die rechteckigen Fenster gliedern die Außenflächen, durch Sohlbankgesimse wird der vielgestaltige Bau gut proportioniert.

Bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen, besonders architektur- und ortsgeschichtlichen Gründen.

Wegekreuz
Grünanlage

Ende 19. Jh.;

Etwa 4,5 m hoch, Material Sandstein, auf hochrechteckigem Sockel hochrechteckiger Schaft mit abschließendem, reliefiertem Girlandenfries, darauf Aufsatz mit Konsole, von Kruzifix mit Metallkorpus bekrönt; am Schaft sind noch Spuren einer ehemals vorhandenen Inschriftplatte erkennbar.

Bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen, besonders architektur- und ortsgeschichtlichen sowie volkskundlichen Gründen.

Wohngebäude
Zum Erftufer

Bei dem Gebäude handelt es sich um ein repräsentatives Wohnhaus mit integriertem Wirtschaftsteil.

Die inschriftliche Datierung lautet 1869. Der Wohnteil ist 4-achsig mit leicht außermittigem, stichbogigem Eingang. Daran befindet sich 1-seitig ein 2-achsiger Wirtschaftstrakt mit einer heute veränderten, stichbogigen Durchfahrt. Ein Keilstein in der Bogenmitte weist auf das Erbauungsjahr des Gebäudes hin. Durch 3-fach gestufte Gewände der stichbogigen Öffnungen, durch das weit vorstehende Geschossgesims, sowie durch die gestufte Traufzone und die gliedernden Lisenen zwischen den Obergeschossfenstern wirkt die Fassade sehr bewegt.

Das Gebäude ist bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen, besonders architektur- und ortsgeschichtlichen, sowie hauskundlichen Gründen.

Wohnhaus
Peringser Str.

Ende 19. Jh.,

mit evtl. älterem Kern; 1-geschossiges, ländliches Wohnhaus, teilweise Fachwerk, an der straßenseitigen Traufseite Backstein, integrierter Wirtschaftstrakt; Wohnteil 4-achsig, seitlicher, stichbogiger Eingang mit neuem Türblatt in der 2. Achse, Fenster ebenfalls stichbogig, geschweifte Sohlbänke, abgesetzter, verputzter Sockel; Gliederung der Fassade durch Absetzungen in gelben und roten Ziegelmaterial, im Bereich der Fensterstürze, die nach oben durch einen Blendrahmen mit Rechteckquerschnitt abgeschlossen sind, dazwischen ein Flächenrelief aus hochkant vermauerten Backsteinen, ebenso abgesetzt die Traufzone mit Zahnschnitt; der kurze, seitliche Wirtschaftstrakt wird fast gänzlich von der korbbogigen Einfahrt eingenommen, auch hier Gliederung durch rotes und gelbes Ziegelmaterial; beidseitig Anschlussbebauung, zum Nachbarhaus Nr. 10 gewandt liegt der Giebel etwas frei und zeigt Fachwerk, teilweise mit Zielausfachung, teilweise mit Lehmflechtwerk; die zur Durchfahrt gewandte Seite des Wohnhauses ebenfalls aus Fachwerk.

Bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen, besonders architektur- und ortsgeschichtlichen sowie hauskundlichen Gründen.

Wohnhaus
Peringser Str.

18. Jahrhundert;

Fassadenüberformung aus dem Ende des 19. Jh.; in geringem Abstand zum Nachbarhaus Nr. 3 gelegen; giebelständiges, 2-geschossiges Fachwerkhaus mit seitlich traufständig anschließendem Wirtschaftstrakt; die Giebelfassade aus geblendetem Backsteinmauerwerk, wahrscheinlich Ende des 19. Jh. überformt, Fenster stichbogig, oberhalb der Stürze Blendrahmen mit Rechteckquerschnitt, dazw. Flächenrelief aus hochkant vermauerten Backsteinen, geschweifte Sohlbänke aus Werkstein; besonders aufwendig der Giebel mit weit heruntergezogenem Treppenfries; die übrigen 3 Seiten aus Fachwerk, Ständerwandbauweise, Eingang an der zum Hof gewandten Traufseite, einige massive Ergänzungen am rückwärtigen Giebel, teilweise Ziegelausfachung; Backsteinwirtschaftsgebäude schließen 2-flügelig an, neben dem Wohnhaus die große korbbogige Durchfahrt.

Bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen, besonders architektur- und ortsgeschichtlichen sowie hauskundlichen Gründen.